4. Tag: Saar-Hunsrück-Mosel-Tour
Beschreibung
Wegbeschreibung
Nach der Ankunft auf dem Erbeskopf genießen Sie zunächst die Ruhe auf dem mit 816 m höchsten Berg von Rheinland-Pfalz. Augenzwinkernd wird er auch als „höchster Weinberg von Rheinland-Pfalz“ bezeichnet, denn seine Hänge entwässern in alle vier Himmelsrichtungen zu bekannten Weinregionen: nach Norden zur Mosel, nach Osten zur Nahe und zum Rhein sowie nach Süden und Westen zur Saar.
Ein besonderer Aussichtspunkt ist die Windklangskulptur des Bildhauers C. Mancke. Je nach Windrichtung erklingen unterschiedliche Töne, während sich gleichzeitig ein beeindruckendes Panorama über den Hunsrück bis weit in die Eifel eröffnet. Bei guter Sicht reicht der Blick sogar bis zur Hohen Acht am Nürburgring.
Auf dem Gipfel kreuzt der Hunsrücksteig, der Fernwanderweg zwischen Perl, Boppard und Trier, den Hunsrück-Radweg. Unterhalb des Gipfels lädt das Nationalpark-Tor Erbeskopf mit einer informativen Ausstellung zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald zu einem Besuch ein. Außerdem befinden sich hier eine Sommerrodelbahn, ein Hochseilgarten, ein Bikepark und im Winter ein kleiner Skilift – Langeweile kommt auf dem Erbeskopf also zu keiner Jahreszeit auf.
Nach dem Rundgang rollen Sie zunächst etwa einen Kilometer bergab und biegen dann rechts auf den Hunsrück-Radweg ab. Achten Sie auf die Abzweigung – sie ist leicht zu übersehen!
Sie befinden sich nun auf der historischen Pfaffenstraße, einer alten Überlandverbindung, die bereits seit dem 15. Jahrhundert besteht. Einst verlief hier die Grenze zwischen dem Kurfürstentum Trier und der Grafschaft Sponheim; einige historische Grenzsteine erinnern noch heute an diese Zeit.
Auch in jüngerer Geschichte spielte die Strecke eine wichtige Rolle: Während des Kalten Krieges verband sie den Bunker Erwin bei Börfink mit den militärischen Anlagen auf dem Erbeskopf. Heute nutzen vor allem Ranger des Nationalparks den Weg.
Die Pfaffenstraße führt durch die Kernzone des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Hier entsteht der „Urwald von morgen“ – der Wald wird sich selbst überlassen, abgestorbene Bäume bleiben als wichtiger Lebensraum stehen und vermitteln einen eindrucksvollen Eindruck natürlicher Waldentwicklung.
Am Ende der Pfaffenstraße bei Damflos erreichen Sie wieder bewohntes Gebiet. Über Thiergarten und Hermeskeil gelangen Sie zum Ruwer-Hochwald-Radweg. Technikinteressierte sollten während der Sommersaison einen Abstecher zum Flugausstellung in Abtei einplanen.
Von Hermeskeil bis Kell am See folgen Sie schließlich rund 15 km der ehemaligen Bahntrasse. Wo einst Dampflokomotiven von Trier in den Hochwald schnauften, radeln Sie heute entspannt und nahezu steigungsfrei bis zu Ihrem Tagesziel.
E-Bike Ladestationen auf der Strecke:
Hermeskeil: am Rathaus, Erlebnisstation Bahnhof
Öffentliche Verkehrsmittel
Tipps & Highlights
Start
Erbeskopf
Ziel
Kell am See, Hotel Zur Post





